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Session zum Format Booksprint beim #bib7

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Lambert Heller stellte in einer Session das Format Booksprint vor. Dabei treffen sich Experten eines bestimmten Fachgebietes und schreiben in wenigen Tagen ein Buch. Die Methode stammt von dem amerikanischen Softwareentwickler Adam Hyde. Es entstanden bereits zahlreiche Bücher verschiedener Fachbereiche auf diese Weise (siehe auch Wikipedia).

Handbuch_CoScience_Version1_0

Handbuch CoScience Version1.0

Lambert Heller berichtete von seinen Erfahrungen. Denn beim Handbuch „CoScience – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz“ kam Booksprint zum Einsatz.

Zuerst wird gemeinsam ein Mindmap erstellt, das Thema des Buches strukturiert, ein Inhaltsverzeichnis erstellt und geklärt, wer welche Kapitel übernimmt. Für die Texterstellung vor Ort eignen sich kollaborative Techniken, wie Etherpads oder Google Docs, denn es können auch mehrere Autoren an einem Kapitel arbeiten. In sogenannten Reviewpausen lesen die Autoren Kapitel, an denen sie nicht mitgeschrieben haben.

Empfehlungen für Nachahmer bzw. Bibliotheken, die so etwas initiieren wollen: schreiberfahrene Leute ansprechen, die Experten ihres Fachgebietes sind und ihnen vorher mal ein Beispiel zeigen. Außerdem benötigt man einen Moderator (Facilitator), der den Prozess begleitet und sich um formale Kriterien kümmert.

Fragen kamen vor allen dazu, ob dieser Stress, ein Buch in 3-5 Tagen zu erstellen wirklich sein muss, und ob bei den heutigen technischen Möglichkeiten die Anwesenheit der Autoren vor Ort wirklich erforderlich ist. Die Gemeinschaft fördert allerdings den kreativen Prozess, und das sofortige, kritische Feedback kann für die Qualität nützlich sein.

Booksprint wäre jedenfalls eine Variante „auf dem schnellsten und effektivsten Weg das Wissen aus den Experten heraus zu pressen“, so Lambert Heller. Das Handbuch CoScience wird übrigens gerade überarbeitet, dieses Mal jedoch online im Netz und mit dem Austausch über die Videokonferenz.

Written by lesewolke

27. September 2014 at 07:03

Veröffentlicht in BibCamp 2014

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Gelesen in Biblioblogs (20.KW’11)

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Aus technischen Gründen fallen in der Reihe „Gelesen in Biblioblogs“ die Beiträge für die 21. und 22. KW aus.

Wer selbst im Internet aktiv veröffentlichen möchte, nutzt meist ein Blog. Nun wurde eine freie Software von der Harvard Universität entwickelt, die speziell die Bedürfnisse bloggender Wissenschaftler integriert hat, beispielsweise eine Publikationsliste,  einen Eventkalender und Lehrveranstaltungen. Das gut verständliche Video (engl.) im Beitrag zeigt die Möglichkeiten von OpenScholar, welches auf Durpal basiert (via Wisspub.net).

Dateiformat nicht erkannt? Da gibt es nun Abhilfe. Das Internet-ABC stellt ein Programm vor, dass ohne Installation viele Dateiformate umwandelt. „Der Onlinedienst beherrscht sogar verschiedene E-Book-Formate.“ meint Jörg Schieb in seinem Beitrag. Einen Nachteil hat der Dienst aber auch, denn die Dateien müssen zum Umwandeln beim Anbieter hochgeladen werden. Daher ist es nicht für Inhalte geeignet, die sensibel sind (via NRW-Blog).

Und gleich noch einen weiteren nützlichen Beitrag hat das Internet-ABC auf Lager. Hier werden die Browser Chrome 10, Internet Explorer 9 und Firefox 4 verglichen. Alle drei haben kürzlich eine neue Version herausgebracht (via NRW-Blog). Welcher ist nun der beste? Das hängt wie meistens von den persönlichen Ansprüchen und Vorlieben ab.

Ein neues kostenloses E-Book gibt es  ebenfalls und zwar „Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing“ von Thomas Schwenke und Sebastian Dramburg, erschienen im Mai 2011 (via Archivalia).

Auch in Großbritannien stieg der Absatz der E-Books. Aber ihre Bibliotheken möchten die Briten trotzdem nicht missen und protestieren gegen drohende Bibliotheksschließungen. Außerdem ist das Interesse an Buchlesungen und Literaturfestivals in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Leser möchten die Autoren persönlich kennenlernen und mit ihnen diskutieren. Den  ausführlichen, sehr interessanten Artikel über die „Lesekultur in England“ hat NZZ online veröffentlicht (via Infobib).

Gelesen in Biblioblogs (38. KW)

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Auf zwei interessante Beiträge über das Dateiformat PDF/A weist Archivalia hin.  Olaf Drümmer erklärt, welche  „Wege zum einheitlichen PDF/A-Archiv“ führen und erläutert den Einsatz von XMP-Metadaten bei der Langzeitarchivierung.

Sehr interessant ist auch der Beitrag von Bibliothekarisch.de zum Urheberrecht. Insbesondere geht es hier um das neue Internetangebot der Arbeitsgruppe Urheberrecht der Universitätsallianz Metropole Ruhr.  Speziell für die Bedürfnisse der verschiedenen Anwendergruppen, wie Urheber, Lehrende, Webseitengestalter und Bibliotheken, werden die gsetzlichen Grundlagen leicht verständlich erläutert.

Eigentlich geht es in dem Artikel der BILDblogs (gefunden von Archivalia) eher darum, dass auch Journalisten Bildmaterial mit Creative-Commons-Lizenzen, insbesondere von Wikimedia Commons, nicht ordnungsgemäß verwenden, aber man erfährt eben auch, wie es richtig geht.

Hinweise auf interessante, frei lesbare Online-Publikationen in dieser Woche:

  • E-Books in Spezialbibliotheken : Anbietervergleich für die Bibliotheken der Max-Planck-Gesellschaft / Diplomarbeit von Ulrike Lengauer (gefunden bei bibtexte)
  • Proceedings of I-KNOW 2010 : 10th International Conference on Knowledge Management
    and Knowledge Technologies, Graz, Austria, September 1 – 3, 2010 (gefunden bei Archivalia)

Written by lesewolke

27. September 2010 at 04:00

Inetbib 2010 im Twittergewitter zum Innovationsmanagement

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Zur Zeit findet in Zürich die Inetbib-Tagung statt. Nicht anwesend sein, heißt heutzutage durchaus nicht, überhaupt nichts mitbekommen. 😉 Einen sehr interessanten Blog zur Inetbib 2010 findet man bei Libreas. Dort wird ausführlich über die Themen vom 14. April berichtet.

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Written by lesewolke

15. April 2010 at 19:25